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Das Blumenkörbchen : eine Erzählung, dem blühenden Alter gewidmet / von dem Verfasser der Ostereyer
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[Giessen] [2024]
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Die Frau Graͤfin fing nun, da ſie Mariens Einwilligung als gewiß annahm, ſogleich an, ſehr angelegentlich von den Anſtalten zur Hoch⸗ zeit zu ſprechen.Ich werde alles dazu beytra⸗ gen, ſagte ſie, die Hochzeit recht feyerlich zu ma⸗ chen. Die Mahlzeit werde ich hier im Schloſſe geben, und auch auf die Ausfertigung und den Brautputz Bedacht nehmen.Sieh, ſieh, ſetz⸗ te ſie laͤchelnd bey, jetzt kann Marie doch noch den Ring als Brautring tragen. Wer haͤtte das gedacht! Auch wurde noch verabredet, mit Er⸗ laubniß des Pfarrers von Eichburg den Pfarrer von Erlenbrunn einzuladen, damit er Mariens eheliche Verbindung einſegne.Dieß wird der Braut eine ganz unerwartete Freude machen, ſagte die Frau Graͤfin, und auch der edle Pfar⸗ rer, der an ihrem Ungluͤcke ſo vielen Antheil nahm, wird ſich freuen, nun ein Zeuge ihres Gluͤckes zu ſeyn.

Der Hochzeittag war einer der feyerlichſten Tage, die man in Eichburg je erlebt hatte. Die

ganze graͤfliche Familie begab ſich zur beſtimmten

Stunde in die Kirche, wo ſich bereits aus der ganzen Grafſchaft Eichburg eine unzaͤhlige Men⸗ ge Menſchen eingefunden hatte. Wer nicht muß⸗ te, war ſicher nicht zu Hauſe geblieben; es war in den Augen der Leute etwas gar zu Außeror⸗ 8 dentliches, daß ein armes Maͤdchen, die ehemals