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Das Blumenkörbchen : eine Erzählung, dem blühenden Alter gewidmet / von dem Verfasser der Ostereyer
Entstehung
[Giessen] [2024]
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Marie war uͤber den Antrag ſehr betroffen. Sie wußte nicht ſogleich, was ſie ſagen ſollte, und wurde ein uͤber das andere Mal gluͤhend roth. Der Sohn des Amtmannes war ein ſehr vortrefflicher junger Mann; er hatte ſeine Studien mit ganz ungemeinem Beyfalle vollen⸗ det, und ſowohl auf der Univerſitaͤt, als waͤh⸗ rend er bey der fuͤrſtlichen Regierung ſich in Ge⸗ ſchaͤften uͤbte, ganz ausnehmende Kenntniſſe er⸗ worben; ſeine Sitten waren durchaus untadelich; er hatte das edelſte Herz, ein ſehr feines, lie⸗ benswuͤrdiges Betragen und uͤberdieß noch eine ſehr ſchoͤne Geſtalt. Er hatte Marien, ſeit ſie wieder nach Eichburg gekommen war, in dem graͤflichen Schloßgarten, in den ſie mit der Herr⸗ ſchaft gewoͤhnlich nach Tiſche herab kam, einige Male geſprochen, und ihr eine ganz vorzuͤgliche Hochachtung und Aufmerkſamkeit bewieſen. Ma⸗ rie ahnete auch wohl, daß er eine Neigung zu ihr habe; es war ihr auch der Gedanke zu Sinn gekommen, daß ſie mit ihm ſehr gluͤcklich ſeyn wuͤrde. Allein ſie gab dieſem Gedanken kein Ge⸗ hoͤr; ſie war ſo beſcheiden, und glaubte ihre Wuͤnſche nicht ſo hoch erheben zu duͤrfen. Sie war deßhalb ſehr auf der Huth, in ihrem Her⸗ zen eine Neigung aufkeimen zu laſſen, die zu nichts diente, als ſie unruhig zu machen, und ſie vermied es von dieſer Zeit an ſehr ſorgfaͤltig,

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