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Das Blumenkörbchen : eine Erzählung, dem blühenden Alter gewidmet / von dem Verfasser der Ostereyer
Entstehung
[Giessen] [2024]
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geruch. Dir will ich auch gleichen auch de⸗ nen gut ſeyn, die mich, ohne daß ich ihnen et⸗ was zu Leid that, aus meinem Garten riſſen, und in dieſen Kerker warfen!

Hier iſt ein Zweiglein Sinngruͤn. Die⸗ ſes bleibet auch im Winter friſch, und behaͤlt auch zur rauhen Jahreszeit die ſchoͤne, gruͤne Farbe der Hoffnung! Ich will auch jetzt, zur Zeit des Leidens, die Hoffnung nicht aufgeben. Gott, der dieſes kleine Gewaͤchs mitten unter den Stuͤrmen des Winters, unter Eis und Schnee, friſch und gruͤn erhalten kann, der wird auch mich erhalten mitten unter den Stuͤr⸗ men des Leidens!

Da ſind noch ein Paar Lorberblaͤtter. Dieſe erinnern mich an den unverwelklichen Lor⸗ berkranz, der allen, die hier auf Erden geduldig und heldenmuͤthig leiden, im Himmel hinterlegt iſt. O mir iſt es, ich ſaͤhe ihn ſchon, von gol⸗ denen Strahlen umgeben, dieſen herrlichen ewiggruͤnen Siegeskranz! Ihr Blumen der Erde ſeyd wie ihre Freuden alle vergaͤnglich, und wel⸗ ket alle bald dahin. Aber dort droben wartet nach den kurzen Leiden dieſer Erde eine Selig⸗ keit, eine Herrlichkeit auf uns, die ewig und unvergaͤnglich iſt.

Blumenkoͤrbchen. 3 und weinte