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verſchloßenen Knospe hervorziehen wollen, der haͤtte ſie nur zerſtoͤrt. Gott enthuͤllte ſie nach und nach, gleichſam mit ſanftem leiſen Finger, dieſe zarten Purpurblaͤttchen, und hauchte in ihr Innerſtes den lieblichen Wohlgeruch. Er wird auch mein Leiden wenden, und den Segen, den es in ſich ſchließt, enthuͤllen! Ich will allſo ge⸗ duldig warten, bis die rechte Zeit dazu da iſt!“
„Dieſe Vergißmeinnicht erinnern mich an ihren Schoͤpfer! Ja, Du lieber Gott, ich will Deiner nicht vergeſſen, wie Du meiner nicht vergiſſeſt!— Sie ſind blau, dieſe zarten Bluͤm⸗ chen, wie der Himmel. Der Himmel ſey mein Troſt bey allen Leiden dieſer Erde!“
„Das iſt eine wohlriechende Wicke mit den zarten weißen und rothen Blaͤttchen! Wie dieſes ſchlanke Gewaͤchs ſich an dem nahen Sta⸗ be, ohne den es im Staube kriechen wuͤrde, auf⸗ ſchwingt, und ſo— freudig bluͤhend— wie mit Schmetterlingsfluͤgeln uͤber dem Staube der Erde ſchwebt, ſo will ich mich feſt an Dich halten, o Gott, und mich ſo uͤber den Staub und die Lei⸗ den der Erde froͤhlich emporſchwingen.“
„Dieſe Reſede hier iſt es vorzuͤglich, die den ganzen Kerker mit lieblichen Geruͤchen er⸗ fuͤllt. Sanftes, mildes Kraͤutchen, auch den, der dich Ebricht⸗ Liſteneſt du mit deinem Wohl⸗ geruch.


