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liegen wuͤrde!— Als ich jene Blumenkette flocht, wer haͤtte es gedacht, daß ich heute noch dieſe eiſernen Ketten tragen wuͤrde? So veraͤnderlich iſt alles auf Erden! So weiß kein Menſch, wie ſchnell es mit ihm anders werden kann— und zu welchen traurigen Ereigniſſen ſeine ſchuld⸗ loſeſten Handlungen Anlaß geben koͤnnen. Der Menſch hat alſo wohl Urſache, ſich jeden Mor⸗ gen dem Schutze Gottes zu empfehlen.“
Sie weinte aufs neue; ihre Thraͤnen troͤ⸗ pfelten auf die Roſenknospen und Vergißmein⸗ nicht, und ſchimmerten im Mondlichte daran, wie Thau.„Der die Blumen nicht vergißt, und ſie mit Thau und Regen traͤnkt, ſagte ſie, kann ja auch meiner nicht vergeſſen. Ja, Du lieber Gott! troͤpfle Troſt in mein Herz und in das Herz meines Vaters, wie Du die Kelche der duͤrſtenden Blumen mit reinem Thau des Him⸗ mels fuͤlleſt!““
Mit Thraͤnen gedachte ſie jetzt ihres Va⸗ ters.„O du guter Mann! ſagte ſie; wenn⸗ ich dieſes Straͤußchen da ſo betrachte— wie vie⸗ le deiner Worte, die du mir uͤber die Blumen ſagteſt, kommen mir da wieder zu Sinne.“
„Dieſe Roſenknospen da bluͤhten aus den Dornen hervor; ſo werden auch aus dieſen meinen Leiden Freuden hervorbluͤhen! Wer dieſe halbaufgebluͤhte Roſe fruͤher haͤtte aus der feſi⸗


