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aus den Armen, und feſſelten ſie. Sie fiel in Ohnmacht, und ward ohnmaͤchtig fortgeſchleppt. Als man Vater und Tochter auf die Straſſe her⸗ aus brachte, waren ſchon eine Menge Leute zu⸗ ſammen gelaufen. Die Geſchichte von dem Ringe hatte ſich ſogleich durch den ganzen Flecken ver⸗ breitet. Es war ein Auflauf, ein Gedraͤnge um das kleine Gaͤrtnerhaus, als ſtuͤnde es im Bran⸗
de. Man hdoͤrte die verſchiedenſten Urtheile. So
gut Jakob und Marie gegen alle Menſchen wa⸗ ren, ſo fehlte es doch nicht an Leuten, die voll
Schadenfreude die boshafteſten Anmerkungen mach⸗ ten. Weil Jakob und Marie durch Fleiß und
Sparſamkeit ſich ſehr gut fortbrachten, ſo wur⸗
den ſie von manchen beneidet.„Nun weiß man doch, ſagten ſie, woher ihr Vermoͤgen
kommt. Vorher konnten wir es nicht begreifen. So aber— iſt es keine Kunſt, beſſer zu leben, und ſich ſchoͤner zu kleiden, als andere ehrliche Leute im Flecken.“
Die meiſten Einwohner von Eichburg hatten
aber ein aufrichtiges Mitleiden mit dem ehrlichen
Jakob und ſeiner guten Tochter, und mancher Hausvater und manche Hausmutter ſprachen un⸗ ter einander:„Ach Gott, es iſt doch ein Elend mit uns Menſchen. Der Beſte iſt nicht ſicher vor dem Fall. Wer haͤtte das von den wackern Leuten gedacht? Doch— vielleicht iſt es nicht


