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men wird, iſt alles von Gott— alſo gut, und zu unſerm Beſten, und was wollen wir mehr?— Laß dich nur nicht ſchrecken, und bleibe immer genau bey der Wahrheit. Wie man dir drohen, was man dir auch verſprechen wird, weiche nur kein Haar breit von der Wahrheit ab, und ver⸗ letze dein Gewiſſen nicht. Ein gutes Gewiſſen iſt ein gutes Hauptkiſſen— auch im Kerker.— Wir werden jetzt wohl von einander ge⸗ trennt werden; dein Vater wird dich nicht mehr troͤſten koͤnnen, gute Marie! Halte dich alſo de⸗ ſto feſter an deinen Vater im Himmel. Er, der
maͤchtige Beſchuͤtzer der Unſchuld, kann dir nicht genommen werden!“
Jetzt ward ploͤtzlich die Thuͤre unilekfſer— der Juſtizamtmann, der Aktuar, und mehrere Gerichtsdiener traten in das Stuͤbchen. Marie
that einen lauten Schrey und umfaßte ihren Va⸗
ter mit beyden Armen.„Reißt ſie auseinan⸗ der, rief der Amtmann, und ſeine Augen fun⸗ kelten von Zorn. Die Tochter legt in Ketten und werft ſie in das Gefaͤngniß. Auch den Va⸗ ter bringt einſtweilen in ſichere Verwahrung. Haus und Garten haltet wohl beſetzt und be⸗ wacht, und laßt niemanden herein, bis ich und der Aktuar alles felbſt genau durchſucht haben.“
Die Gerichtsbiener riſſen Marie, die ihren Vater feſt umſchlungen hüili, ihm mit Gewalt


