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den Ring, ſo ſag' es, und die gnaͤdige Graͤfin hier wird durch ihre Fuͤrbitte die verdiente Strafe von dir abwenden. Marje⸗ ſey aufrich⸗ tig und luͤge nicht.“.
„Vater! ſagte Marie, Ihr wißt es ja ſelbſt, in meinem ganzen Leben habe ich nicht eines Hellers werth geſtohlen! Nicht einmal ei⸗ nen Apfel von einem fremden Baume oder eine Hand voll Gras von der Wieſe eines andern wuͤrde ich mir zu nehmen getrauen; wie viel weniger etwas ſo Koſtbares. Glaubt es doch, Vater! ich habe Euch ja in meinem Leben nie angelogen!“
„Marie, ſagte der Vater noch einmal, fe⸗ meine grauen Haare an! Bring' ſie nicht mit Herzenleid unter die Erde! Erſpar mir dieſen Jammer! Sag' es vor Gott— zu dem ich bald zu kommen hoffe, und der keine Diebin in ſeinen Himmel eingehen laͤßt— haſt du den Ring? Um deiner eigenen Seligkeit wfilen bitte ih diche ſage die Wahrheit!“
Marie blickte mit neinenden Augen zum Himmel, erhob die gefalteten Haͤnde und rief: „Gott weiß es, ich habe den Ring nicht! So gewiß ich ſelig werden will; ſo gewiß habe u0 ihn nicht.“ 3
„Nun, ſagte der Vater, ſo glaub ich es auch, du haſt ihn nicht. Denn ſo wuͤrdeſt du


