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Das Blumenkörbchen : eine Erzählung, dem blühenden Alter gewidmet / von dem Verfasser der Ostereyer
Entstehung
[Giessen] [2024]
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Menſchen wir ſind dafuͤr noch einem groͤßern Herrn verantwortlich dem hoͤchſten Richter, der in alle Herzen blickt, und vor dem kein Laͤug⸗ nen und keine Ausflucht gilt. Haſt du Gottes und ſeiner heiligen Gebothe vergeſſen, und dich meiner vaͤterlichen Ermahnungen in dem Augen⸗ blicke der Verſuchung nicht mehr erinnert; haſt du deine Augen von dem Glanze des Goldes und der Edelſteine verblenden und dich zu dieſer Suͤn⸗ de verleiten laſſen: ſo laͤugne es nicht, bekenne es, und gieb den Ring zuruͤck. Das iſt der ein⸗ zige Weg, den Fehler gut zu machen, ſo viel er noch kann gut gemacht werden.

Marie ſagte weinend und ſchluchzend:O Vater, gewiß gewiß ich habe nichts von einem Ringe geſehen. Ach, wenn ich einen ſol⸗ chen Ring auf der Straſſe gefunden haͤtte, ich wuͤrde keine Ruhe mehr haben, bis ich ihn dem Eigenthuͤmer wieder zuruͤck geſtellt haͤtte. Gewiß, ich hab' ihn nicht!.

Sieh, fing der Vater wieder an, der En⸗ gel, die junge Graͤfin Amalia, die nur aus Liebe zu dir herunter kam, um dich noch aus den Haͤnden des Gerichts zu erretten, die es ſo gut mit dir meynt, die dich dieſen Augenblick erſt ſo reichlich beſchenkte, verdient es nicht, daß du ſie beluͤgeſt und ſie zu deinem eige⸗ nen Verderben zu hintergehen ſucheſt! Haſt du