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Das Blumenkörbchen : eine Erzählung, dem blühenden Alter gewidmet / von dem Verfasser der Ostereyer
Entstehung
[Giessen] [2024]
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ſagte Amalia nnſf, und fuͤr das ebrige laß mich ſorgen.

Jettchen wandte ſich ſchnell um, ihren Ver⸗ druß zu verbergen, und ging. Ihr Angeſicht gluͤhte von Zorn. Zornig riß ſie die Kleider der jungen Graͤfin aus dem Kaſten.Wenn ich nur alle ſogleich zerreißen duͤrfte! ſagte ſie. Das verwuͤnſchte Gaͤrtnermaͤdchen! Um einen Theil

von der Gunſt meiner Herrſchaft hat ſie mich

ohnehin ſchon gebracht, und nun ſtiehlt ſie mir noch obendrein dieſes Kleid ab; denn die abge⸗ legten Kleider gehoͤren von Rechtswegen mir. O, die Augen koͤnnte ich der verhaßten Blumenkraͤ⸗ erin auskratzen! Indeß verbiß Jettchen ihren

Zoorn, ſo gut ſie konnte, ſtellte ſich, wie ſie in

das Zimmer trat, freundlich an, und uͤbergab Amalien das Kleid. 3

Liebe Marie, ſagte Amalia, es ſind mir zwar heute reichere Geſchenke gemacht worden, als dein Koͤrbchen; aber kein angenehmeres. Die

Blumen in dem Kleide da ſind freylich nicht ſo

ſchoͤn, als die deinigen; aber ich denke, du wer⸗ deſt ſie aus Liebe zu mir doch nicht verſchmaͤhen. Trage das Kleid zum Andenken an mich, und gruͤße mir deinen Vater. Marie nahm das Kleid, kuͤßte der jungen Graͤfin die Hand und ging.*

Jettchen