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Nun naͤherte ſich Amaliens Geburtstag.
Marie war auf ein kleines laͤndliches Geſchenk
bedacht. Einen Blumenſtrauß hatte ſie ihr ſchon oft gebracht. Sie verfiel daher auf einen andern Gedanken. Ihr Vater hatte den letzten Winter einige ganz ungemein ſchoͤne Arbeitskoͤrbchen fuͤr Frauenzimmer verfertiget. Das ſchoͤnſte aus allen hatte er Marien geſchenkt. Er hatte die Zeich⸗ nung dazu aus der Stadt erhalten, und die Ar⸗ beit war ihm ganz vorzuͤglich gelungen. Marie beſchloß, dieſes Koͤrbchen mit Blumen zu fuͤllen,
und es Amalien zum Geburtstage zu verehren.
Der Vater gab das auf ihre Bitte ſehr gerne zu, und er verzierte das niedliche Koͤrbchen noch mit Amaliens Namenszug und Familienwappen, die er ſehr nett und kuͤnſtlich hineinflocht.
Am Morgen von Amaliens Geburtstage pfluͤckte nun Marie die vollſten Roſen, die ſchoͤn⸗ ſten weißen, rothen und blauen Levkojen, braͤun⸗
lichen Goldlack, hochrothe, hellgelbe und dunkel⸗
braune Nelken, und andere ſchoͤne Blumen von allen Farben, brach ſchoͤn belaubte gruͤne Zweige, und ordnete die Blumen und das gruͤne Laub⸗ werk ſo in das Koͤrbchen, wie die Farben am ſchoͤnſten von einander abſtachen. Die Seiten des Korbchens umſchlang ſie mit einem leichten Ge⸗ winde von Roſenknospen und Mooſe; Amaliens Namen aber umgab ſie mit einem Kraͤnzchen von
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