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Das Blumenkörbchen : eine Erzählung, dem blühenden Alter gewidmet / von dem Verfasser der Ostereyer
Entstehung
[Giessen] [2024]
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wenn es dir auch ſo gehen ſollte wenn die ſchoͤnen Hoffnungen, die du mir macheſt, nicht nur fuͤr ein Jahr, ſondern fuͤr das ganze Leben ſo dahin ſchwinden ſollten ach, dann wuͤrde ich noch ſchmerzlichere Thraͤnen weinen, als du jetzt weineſt. Ich wuͤrde keine frohe Stunde mehr haben, und noch mit Thraͤnen in den Au⸗ gen in das Grab ſinken. Wirklich ſtanden ihm Thraͤnen in den Augen und ſeine Worte machten auf Marien den tiefſten Eindruck.

Unter den Augen eines ſo weiſen und liebe⸗ vollen Vaters wuchs Marie zwiſchen den Blu⸗ men ihres Gartens heran bluͤhend wie eine Roſe, ſchuldlos wie eine Lilie, beſcheiden wie ein Veilchen, und hoffnungsvoll wie ein Dähnns chen in der ſchoͤnſten Bluͤthe.

Mit zufriedenem Laͤcheln hatte der alte Mann jederzeit ſeinen lieben Garten betrachtet, deſſen Fruͤchte ſeinen Fleiß ſo ſchoͤn belohnten; eine noch innigere Zufriedenheit empfand er bey dem Anblick ſeiner Tochter, an der die gute Er⸗ ziehung, die er ihr gab, viel ſchoͤnere Fruͤchte brachte.