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Eustachius : Eine Geschichte der christlichen Vorzeit / neu erzählt für die Christen unserer Zeit von dem Verfasser der Genovefa
Entstehung
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1938

zermalmt werden, um als ein reines Brod Chriſti erfunden zu werden

Das rohe Heidenvolk forderte mit furchtbarem Geſchrey, und tobendem Ungeſtuͤm, man ſollte die wilden Thiere loslaſſen. Es war dieſem Volke eine ſchauerliche Luſt, es mit Augen anzuſehen, wie ſchuldloſe Menſchen von wilden Thieren zer⸗ fleiſcht und verſchlungen wurden! Die Fallen der Thierbehaͤltniſſe wurden aufgezogen; vier furcht⸗ bare Loͤwen ſtuͤrzten hervor. Allein ſie thaten den Heiligen nichts zu leid; ſie ſchmiegten ſich viel⸗ mehr, wie ſanfte Laͤmmer zu ihren Fuͤßen. Das Volk ging unzufrieden und murrend auseinander. Dieſe Menſchen erkannten es nicht, daß ſie grau⸗ ſamer ſeyen als die wilden Thiere.

Der Kaiſer war uͤber dieſen Ausgang ſehr unwillig; Euſtachius und ſeine Leidensgefaͤhrten wurden zu einer andern noch graͤßlicheren Todes⸗ art verurtheilt. Sie ſollten in einem ungeheu⸗ ren, ehernen Ofen, der nach einer bekannten grauſamen Erfindung, von außen die Geſtalt eines wilden Stieres hatte, verbrannt werden. Schon Abends zuvor wurden mehrere Klafter Holz herbeygefuͤhrt, und der Ofen untergeſchuͤrt, um ihn gluͤhend zu machen. Eine unzaͤhlige Menge Volkes verſammelte ſich am folgenden Morgen, ſo nahe, als es die Hitze geſtattete, um den gluͤhenden, ehernen Stier. Die Maͤrty⸗ rer wurden gebracht, um durch eine Seitenthuͤre in den Ofen geworfen und darin verſchloſſen zu werden. Euſtachius blieb in der Naͤhe des gluͤ⸗