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Eustachius : Eine Geschichte der christlichen Vorzeit / neu erzählt für die Christen unserer Zeit von dem Verfasser der Genovefa
Entstehung
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Der Kaiſer forderte ihm im groͤßten Zorn die Ehrenzeichen der Feldherrnwuͤrde ab, befahl der Wache, ihn in das Gefaͤngniß zu fuͤhren, und auch Theopiſten und die beyden Soͤhne gefangen zu nehmen. Sie wurden vor Gericht geſtellt. Euſtachius, ſeine Gemahlin und ſeine Soͤhne leg⸗ ten mit aller Freymuͤthigkeit das gute Bekenntniß ab, ſie ſeyen Chriſten und wollen als Chriſten le⸗ ben und ſterben. Sie wurden verurtheilt, auf dem oͤffentlichen Schauplatze den wilden Thieren vorgeworfen zu werden.

Der Schauplatz war ein ungeheuer großer, runder Platz, der mit Sand beſtreut war; ſtei⸗ nerne Baͤnke, eine immer hoͤher als die andere, zogen ſich in weiten Kreiſen umher, und erho⸗ ben ſich, geraͤumig genug hundert Tauſende von Menſchen zu faſſen, faſt bis an die Wolken. Der ſchreckliche Tag brach an. Eine unzaͤhlige Menge von Menſchen erfuͤllte die ſteinernen Sitze von unten bis oben, um da, außer Gefahr, dem ſchrecklichen Schauſpiele zuzuſehen. Der edle Feld⸗ herr Euſtachius, ſeine Gemahlin und ſeine Soͤhne wurden unter einer Bedeckung von Soldaten ge⸗ bracht. Die Gerichtsdiener ſtellten ſie in die Mitte des Schauplatzes, und entfernten ſich. Die hel⸗ denmuͤthigen Seelen aber freuten ſich, auf eben dem Platze, wo einſt Ignazius unter den Zaͤh⸗ nen wilder Thiere blutete, die Maͤrtyrerkrone zu erlangen. Wohl mochten ſie ſeines ſchoͤnen, ſinn⸗ vollen Wortes gedenken:Ich bin ein Getreide Gottes; ich muß von den Zaͤhnen wilder Thiere