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Eustachius : Eine Geschichte der christlichen Vorzeit / neu erzählt für die Christen unserer Zeit von dem Verfasser der Genovefa
Entstehung
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aus Stein oder Erz gebildet. Ich bethe den wahr⸗ haftigen und lebendigen Gott allein an, der Him⸗ mel und Erde geſchaffen, und ſeinen eingebor⸗ nen Sohn in die Welt geſchickt hat, die Menſchen von Jerthum und Suͤnde, Elend und Tod zu erloͤſen.

Der Kaiſer gluͤhte vor Zorn; ſo aufgebracht er aber war, ſo hielt er ſich noch zuruͤck und ſtellte ſich freundlich. Er mochte es fuͤr unſchicklich, ia zur Zeit noch fuͤr gefaͤhrlich halten, den ruͤhm⸗ lichen Sieger ſchmaͤhlichen Strafen zu unterwer⸗ fen. Er wollte erſt verſuchen, was Schmeicheleyen und Verſprechungen uͤber ihn vermoͤchten. Er bot ſeine ganze Beredſamkeit auf; allein Euſtachius blieb unbeweglich. Der Kaiſer entließ ihn ohne ein beſonderes Zeichen ſeiner Ungnade; er verab⸗ redete aber heimlich mit einigen vornehmen Noͤ⸗ mern und Roͤmerinnen, die mit Euſtachius und Theopiſta aufgewachſen waren ſie ſollten es dahin zu bringen ſuchen, daß Theopiſta und ihre Soͤhne den geliebten Gemahl und Vater, mit Thraͤnen in den Augen und auf ihren Knien, bitten moͤch⸗ ten, ſich durch ſeinen unbeugſamen Sinn nicht dem Zorne des Kaiſers auszuſetzen, ſondern den Goͤttern zu opfern.

Die fromme Gemahlin und die edlen Soͤhne ſchauerten vor einem ſolchen Antrage, der jedem beſonders gemacht wurde, einmuͤthig zuruͤck; alle waren feſt entſchloſſen, lieber zu ſterben, als Gott und Jeſum Chriſtum zu verlaͤugnen. Ohne daß Eines um das Andere wußte, kamen ſie bey Eu⸗

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