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Eustachius : Eine Geschichte der christlichen Vorzeit / neu erzählt für die Christen unserer Zeit von dem Verfasser der Genovefa
Entstehung
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wuͤrde, getreulich wieder zuruͤckzuſtellen; darauf ſeyen ſie aus einander gegangen, haͤtten ſich aber an dieſem Tage noch einmal zu einer gemein⸗ ſchaftlichen Mahlzeit, jedoch in aller Ehrbarkeit und Unſchuld verſammelt; aber auch dieſes haͤt⸗ ten ſie unterlaſſen, ſobald auf Befehl des Kai⸗ ſers alle Verſammlungen dieſer Art verboten worden.

Kaiſer Trajan milderte, wie wir auch aus ſeiner Antwort an Plinius erſehen, die Verfol⸗ gung der Chriſten. Er hob zwar, vielleicht blos aus Staatsklugheit, die Todesſtrafe nicht gaͤnz⸗ lich auf; allein er verbot von nun an die Chri⸗ ſten aufzuſuchen, oder auszuforſchen, wer ein Chriſt ſey, oder ſogleich auf jede Anklage zu achten. Wenn es ihm auch bekannt war, dieſer oder je⸗ ner ſey ein Chriſt, ſo that er nicht dergleichen, als wuͤßte ers, und wie es ſcheint, war es ihm ſehr lieb, wenn die Sache nicht weiter zur Sprache kam. Die Verfolgungen hoͤrten beynahe ganz auf. Kaiſer Adrian aber, der in der Folge ſogar an den Stellen, wo Jeſus Chriſtus geboren wurde, wo Er am Kreuze ſtarb, und wo Er auferſtand, Goͤtzenbilder errichten ließ, legte ſogleich bey dem Antritte ſeiner Regierung ſeinen Haß gegen die Chriſten an den Tag. Das Feuer der Verfolgun⸗ gen, das beynahe erloſchen war, loderte aufs neue empor. Viele Chriſten wurden gefoltert, und aufs grauſamſte ermordet. Es erſcholl wieder, wie fruͤ⸗ herhin, das furchtbare Geſchrey des wuͤthenden Heidenvolkes:Werft die Chriſten den Loͤwen vor!