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Eustachius : Eine Geschichte der christlichen Vorzeit / neu erzählt für die Christen unserer Zeit von dem Verfasser der Genovefa
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Er ließ daher auch die Chriſten aufs neue mit großer Wuth verfolgen.

Kaiſer Trajan hatte die Chriſten fruͤherhin zwar auch grauſam verfolgen laſſen. Unzaͤhlige wurden auf eine ſchauerliche, ſchmerzvolle Art hingerich⸗ tet. Unter Andern wurde Ignazius, Biſchof zu Antiochia, ein Juͤnger des heiligen Apoſtels Jo⸗ hannes, auf Trajans Befehl nach Rom gebracht, und dort den wilden Thieren vorgeworfen, die ihn auch ſogleich auffraßen, und nur mehr einige Gebeine von ihm uͤbrig ließen.

Allein ſpaͤterhin hat Kaiſer Trajan, wie es ſcheint, eine beſſere Meynung von den Chriſten gefaßt. Die guͤnſtigen Berichte der Statthalter und Landpfleger moͤgen vieles dazu beygetragen haben. Es iſt noch ein Brief des beruͤhmten Plinius, Statthalters in Bythinien, auf unſere Zeiten gekommen, in dem ein ſehr ruͤhmliches Zeugniß fuͤr die Chriſten enthalten iſt. Plinius ſagt darin, daß er ſowohl von denen, die aus Furcht der Todesſtrafe den chriſtlichen Glauben verließen, als von denen, die auf der Folter ihrem Glauben getreu blieben, nichts habe her⸗ ausbringen koͤnnen, als daß ſie an einem be⸗ ſtimmten Tage der Woche ſich vor Sonnenauf⸗ gang verſammelten, ihrem Chriſtus, den ſie als einen Gott verehren, einen Lobgeſang anſtimm⸗ ten, und dann feyerlich angelobten, nichts Boͤ⸗ ſes zu thun, keinen Diebſtahl, Raub oder Ehe⸗ bruch zu begehen, ihr gegebenes Wort heilig zu halten, und anvertrautes Gut, ſobald es verlangt