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ihnen freundlich die Hand, und Agapius und Theo⸗ piſtus umarmten ſie. Akazius ſprach:„So ſchmerz⸗ lich ich uͤber den vermeynten Tod unſrer edlen
Frau und ihrer geliebten Soͤhne weinen mußte;
ſo ſuͤße Thraͤnen weine ich jetzt, da ich alle drey wieder lebend vor mir ſtehen ſehe.“ Antiochus ſagte:„Mir iſt es nicht anders, als waͤren ſie wirklich vom Tode auferſtanden. Ja ich denke, die Seligkeit, die an dieſem gluͤcklichen Mor⸗ gen und in dieſem freundlichen Garten mein Herz erfuͤllt, reiche beynahe an die Seligkeit, die Mag⸗ dalena am Auferſtehungsmorgen in jenem Gar⸗ ten empfinden mußte, als der Auferſtandene le⸗ bend vor ihr ſtand. Wahrhaftig, die Freude an dem allgemeinen Auferſtehungstage wird unaus⸗ ſprechlich groß ſeyn!“
Euſtachius ſprach hierauf:„Es iſt jetzt Zeit daß ich mich in dem Lager zeige. Ihr, meine Soͤhne, begleitet mich. Du, meine Gemahlin, bleibe bey deiner geliebten Freundin, bis wir wie⸗ der kommen.“ Als er ſich, in Mitte ſeiner zwey Soͤhne und von den beyden alten Kriegern be⸗ gleitet, dem Kriegslager naͤherte, kam alles da⸗ rin in Bewegung. Es entſtand ein freudiges Ge⸗ tuͤmmel und eine anſcheinende große Verwirrung; allein in einigen Augenblicken ſtand daß ganze
Heer in großer Ordnung da. Die Soldaten be⸗
gruͤßten ihren Feldherrn und ſeine zwey Soͤhne
mit lautem Freudenruf, der den Jubel der
Trompeten uͤberſtimmte. Alle wuͤnſchten dem
trefflichen Vater und den Sien Soͤhnen Gluͤck, 12*


