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tenden Armen nicht einmal ein Broſaͤmlein zu⸗ kommen ließ, und deßhalb in der andern Welt vergebens um ein Waſſeertroͤpflein flehte.“ Euſtachius hatte ihr mit Beyfall zugehoͤrt. „Ja, es iſt wahr, ſagte er, die Lehre Jeſu iſt in jeder Hinſicht unuͤbertrefflich, im Großen wie im Kleinen; ſeine Gleichniſſe ſind ſo goͤttlich er⸗ haben, als menſchlich ſchoͤn. Er macht die ganze Natur zu uns ſprechen; den kleinſten Dingen oͤff⸗ net Er gleichſam die Lippen, daß ſie uns heil⸗
ſame Lehren verkuͤnden. Ein Kind kann, ſo viel
fuͤr ſein zartes Alter noͤthig iſt, davon verſtehen und ein Mann findet ſein ganzes Leben lang ge⸗ nug, daruͤber zu denken. Moͤchten wir die Na⸗ tur mit dem Blicke Jeſu anſchauen lernen; moͤch⸗ ten wir, ſeinen Fingerzeigen zufolge, ihre Leh⸗ ren vernehmen, und an uns Fruͤchte bringen laſ⸗ ſen fuͤrs ewige Leben!“
Jetzt, da Euſtachius ſchwieg, naͤherten die zwey tapfern Krieger Akazius und Antiochus, die ſchon einige Zeit unbemerkt in einer kleinen
Entfernung ſtanden, ſich der Geſellſchaft. Sie
hatten erſt dieſen Morgen mit unbeſchreiblicher Freude vernommen, daß die Gemahlin und die Soͤhne ihres Feldherrn, die als todt betrauert wurden, noch am Leben ſeyen, und wieder ge⸗ funden worden; die treuen Diener waren deßhalb gekommen, ihnen dieſe Freude zu bezeigen. Al⸗ lein die ehrlichen, gutherzigen Maͤnner konnten vor Freude kaum reden, und die hellen Thraͤnen troͤ⸗ pfelten uͤber ihre rauhen Baͤrte. Theopiſta bot


