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Eustachius : Eine Geschichte der christlichen Vorzeit / neu erzählt für die Christen unserer Zeit von dem Verfasser der Genovefa
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es mir klar, warum Gott die Boͤſen ſo lang⸗ muͤthig dulde, und daß ihnen die Strafe dennoch

nicht ausbleiben werde. Wenn nun endlich die

Aerntezeit kam, und wir Schnitter jauchzend die vollen Garben ſammelten, aber Dorn und Unkraut verbrannten; ſo gedachte ich jenes großen Aerntetages, an dem die Engel Gottes als Schnit⸗ ter kommen, und alle, die Unrecht thun und Aergerniß anrichten, in den Feuerofen werfen, die Gerechten aber dann in dem Reiche ihres Va⸗ ters leuchten werden wie die Sonne.“

„Auch die Geraͤthſchaften, deren ſich der Land⸗ mann bedient, waren mir lehrreich. Wenn ich die Hand an den Pflug legte, wohlwiſſend, daß es jetzt nicht muͤßiges Umherſchauen, ſondern Ar⸗ beiten gelte, um etwas auszurichten, ſo dachte ich, daß auch in goͤttlichen Dingen Saumſelig⸗ keit nichts tauge, und nur ein friſcher, froͤhlicher Muth uns im Guten weiter bringe. Wenn ich in dem Siebe das Getreide ausſiebte oder ſichtete, und wohl ruͤttelte, um alles Schlechte von den guten, reinen Koͤrnern abzuſondern, ſo fiel mir allemal der Wink Jeſu ein, daß auch die Verſu⸗ chung fuͤr uns Menſchen eine Art von Sichtung ſey, und daß wir wohl Urſache haben, zu be⸗ then, damit unſer Glaube nicht aufhoͤre, und wir in der Pruͤfung beſtehen moͤgen. Wenn ich das Getreidemaaß zur Hand nahm, um Ge⸗ treide auszumeſſen, ſo dachte ich jenes Wortes: „Mit welchem Maaße ihr ausmeſſet, wird euch wieder eingemeſſen werden.“ Kam ich in die