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Eustachius : Eine Geschichte der christlichen Vorzeit / neu erzählt für die Christen unserer Zeit von dem Verfasser der Genovefa
Entstehung
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werde ich dich, liebſte Gemahlin, in deiner Woh⸗ nung beſuchen, dich von dem Kaufmanne aus der Sklaverey loskaufen, und deiner guͤtigen Freun⸗ din Lydia meinen Dank bezeigen.“

Achtzehntes Kapitel. Chriſtliche Tiſchgeſpraͤche.

Am andern Morgen, da der Feldherr Euſta⸗ chius aus ſeinem Schlafzimmer trat, ſtanden ſei⸗ ne zwey Soͤhne ſchon in dem Vorzimmer, und begruͤßten ihn mit hoher Freude und kindlicher Ehrfurcht. Er ging mit ihnen, ſeine Gemahlin Theopiſta zu beſuchen. Als er in das Haus trat, ſagte man ihm, Theopiſta und Lydia koͤnnten jetzt noch nicht ſogleich einen Beſuch annehmen; der Kaufmann aber ſey ſchon mit Anbruch des Tages in das Lager gegangen, um von den Sol⸗ daten erbeutete Koſtbarkeiten einzuhandeln. Eu⸗ ſtachius begab ſich daher mit ſeinen Soͤhnen einſt⸗ weilen in den Garten, der vom Thaue tröͤpfelnd in der Morgenſonne herrlich glaͤnzte und ſchim⸗ merte. Sie gingen unter vertraulichen Geſpraͤ⸗ chen in dem Garten auf und ab; uͤber eine klei⸗ ne Weile kamen zwey Frauen in den Garten. Die Eine, von hoher, edler Geſtalt, war in blendend weißen Byſſus gekleidet, der in feinen Falten bis zur Erde herab floß. Ein purpurro⸗ ther Frauenmantel mit goldgeſticktem Saume um⸗ gab ihre Schultern. Sie ſchlug den zarten Schleyer

oon Flor, der ihr bluͤhendes Angeſicht verhuͤllte,