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Eustachius : Eine Geschichte der christlichen Vorzeit / neu erzählt für die Christen unserer Zeit von dem Verfasser der Genovefa
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darauf, daß auch unſere Leiden, die wir nach dem Worte des Erloͤſers als ein Kreuz auf uns nehmen ſollen, zu unſerer Verherrlichung und zu unſerm Heile dienen muͤſſen. Jedes Kreuz, das uns druͤckt, ſo ſchmachvoll und ſchmerzlich es uns auch duͤnken mag, wird uns derxeinſt zur Ehre gereichen, und uns in einem ſo herrlichen Lichte erſcheinen, wie mir jenes Kreuz im Walde, das von Strahlen des Himmels umgeben war.“

Seine Gemahlin und ſeine Soͤhne gaben ihm Recht, freuten ſich der uͤberſtandenen Leiden, und lobten Gott, der durch Nacht zum Licht, durch Leiden zur Freude, und durch Kreuz zum Heile fuͤhrt.

Indeß war es Nacht geworden. Der Mond glaͤnzte am Himmel, und erleuchtete die naͤchtliche Gegend. Alles war ſtill; nur der nahe Bach, auf dem das Mondlicht mit zitternden Funken ſpielte, rauſchte leiſe. Der Duft der Blumen ſtieg aus den umliegenden Gaͤrten wie Weihrauch empor. Die Gefuͤhle des Dankes und der An⸗ bethung aber, wovon dieſe vier edlen Herzen durch⸗ drungen waren, erhoben ſich noch lieblicher zum Himmel.

Jetzt ſtand Euſtachius auf.„Es iſt ſpaͤt ge⸗

worden, ſprach er; mein Amt ruft mich, noch

die Meldungen vom Heere zu vernehmen, und

Befehle auf Morgen zu ertheilen. Ihr, meine

geliebten Soͤhne, begleitet nun eure Mutter zu⸗

ruͤck in ihre Wohnung; denn man moͤchte uͤber

ihre Abweſenheit unruhig werden. Morgen fruͤhe 11