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davon merken. Nur ſagte er zu Zeiten:„Die Chriſtenſkaven ſind die treueſten, die willigſten, die fleißigſten von allen; allein fuͤr den Kauf⸗ mann ſind ſie doch eine gefaͤhrliche Waare. Denn wenn ſie nun den wilden Thieren vorgeworfen oder verbrannt werden, wer erſetzt ihm das Ka⸗ pital, das er fuͤr ſie auslegte?“ Lydia hoffte in⸗ deß immer, er werde ſich noch zum Chriſtenthume bekehren.„Ach, ſagte ſie oͤfter, dann waͤre un⸗ ſere Ehe erſt vollkommen gluͤcklich; dann wuͤrde unſer Haus eine Wohnung des Himmels werden.“
„Einſt war Lydia gefaͤhrlich krank; alle im Hauſe, ja ſie ſelbſt, glaubten, ſie werde ſter⸗ ben. Da ließ ſie ihren Mann bitten, an ihr Sterbebett zu kommen. Dieß fiel ihm ſehr ſchwer; denn er hat, wie alle blos irdiſchgeſinnte Men⸗ ſchen, eine ganz entſetzliche Furcht vor dem Tode. Indeß kam er, und trat ſcheu und mit allen Zeichen des Schreckens an ihr Bett. Er war nicht wenig erſtaunt, ſie ſo heiter und froͤhlich zu ſehen. Er konnte gar nicht begreifen, daß ſie den Tod fuͤr etwas Erfreuliches anſehen koͤnne. Er bezeigte ihr ſeine Verwunderung. Sie aber ſprach:„O liebſter Mann! Meine Freudigkeit im Tode kommt daher, daß ich eine Chriſtin bin. Ach wie ſehr wuͤnſchte ich, daß auch du ein Chriſt ſeyn moͤchteſt! Was wir von Guͤtern dieſer Welt haben, muß ich jetzt verlaſſen, und du mußt es einſt, vielleicht bald, auch verlaſſen. Ich weiß es gewiß, daß in jener Welt beſſere Schaͤtze auf mich warten; moͤchteſt du die dieſe Ueberzeugung⸗


