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und mir, ſprach ſie, ward das Evangelium ſchon vor mehreren Jahren geprediget, und mein Va⸗ ter, meine Mutter und ich wurden an Einem Ta⸗ ge getauft. Da meine Aeltern mit Purpur han⸗ delten, ſo ließen ſie mir, zum Andenken an jene Purpurhaͤndlerin, die durch Paulus zum Glau⸗ ben an Chriſtus gekommen, den Namen Lydia geben. Ich war damals ſchon beynahe ein Jahr verheirathet, und meine Aeltern hatten dieſes Haus hier nebſt einem großen Theil der Handlung mir und meinem Manne uͤberlaſſen. Mein Mann befand ſich aber damals, als wir getauft wur⸗ den, eben auf einer großen Geſchaͤftsreiſe. Als er zuruͤckkam und hoͤrte, wir ſeyen Chriſten ge⸗ worden, erſchrak er ſehr.„Ach, ſagte er, wißt ihr denn nicht, wie ſchrecklich die Chriſten uͤberall verfolgt werden? Ich habe auf meiner Reiſe viele auf eine bedauernswuͤrdige Art hinrichten ſehen. Auch wir ſtehen nun in Gefahr, unſer ganzes Vermoͤgen zu verlieren, und noch dazu das Leben.“ Er machte uns indeß Hoffnung, ſich ſelbſt tau⸗ fen zu laſſen— wenn es einmal ohne Gefahr geſchehen koͤnne.“
„Nicht lange nachher ſtarb mein Vater. Mein Mann, der nun die ganze Handlung allein zu fuͤhren hatte, entſchuldigte ſich jetzt immer, daß ſeine uͤberhaͤuften Geſchaͤfte ihm keine Zeit uͤbrig ließen, uͤber die chriſtliche Religion nachzudenken. Ach, er war nur darauf bedacht, ſich Schaͤtze fuͤr dieſe Erde zu ſammeln; allein um einen Schatz im Himmel war er unbekuͤmmert. Als nun auch
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