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Nach wenigen Tagen ging ein Zug Kameele, alle ſchwer mit Waaren beladen, ab; auch ich, die gleich anderm Kaufmannsgut auf der Liſte ſtand, wurde auf ein Kameel geſetzt, und hieher gebracht in dieſe Stadt. Der Kaufmann, fuͤr den die ganze Ladung beſtimmt war, kam, ſobald die Kameele vor ſeinem Hauſe hielten, eilig heraus, las den Brief des Sklavenhaͤndlers, ſchuͤttelte den Kopf, und machte ein ſehr graͤmliches Geſicht. Er fand den Geldpreis, den man fuͤr mich for⸗ derte, zu hoch. Wirklich hatte auch der Skla⸗ venhaͤndler, wie ich ſpaͤter hoͤrte, dreymal mehr angeſetzt, als er fuͤr mich ausgelegt hatte. Der Kaufmann rief indeß einen Handlungsdiener, und ſprach zu ihm:„Sag meiner Frau, ſie ſoll dieſe Sklavin wohl pruͤfen. Wenn die angegebenen Geſchicklichkeiten ſich wirklich vorfinden ſollten, ſo ließe ſich das Geld mit einigen Prozenten Gewinn noch immer herausſchlagen; widrigen Falls aber ſchicke ich dieſe theure Waare mit den abgehen⸗ den Kameelen unverzuͤglich wieder zuruͤck.“ „Er wandte ſich verdruͤßlich von mir ab, und ging, die uͤbrige Ladung der Kameele zu muſtern. Der Handlungsdiener aber fuͤhrte mich in ein ſehr praͤchtiges Zimmer. Die Ehegattin des Kauf⸗ manns ſaß auf einem zierlichen Sopha, und auf dem Tiſche vor ihr lag eine Menge koſtbarer Per⸗ len, aus denen ſie die ſchoͤnſten und groͤßten ſorg⸗ faltig auslas, und an goldene Schnuͤre faßte. Sie war eine Frau von ſanfter, einnehmender Geſichtsbildung; ungeachtet der Pracht um ſie her⸗


