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Eustachius : Eine Geschichte der christlichen Vorzeit / neu erzählt für die Christen unserer Zeit von dem Verfasser der Genovefa
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fuͤrchten hatten, wie ſie zu dem Rechte gelangten, mich auf ihre eigene Rechnung als Sklavin zu verkaufen.“

„Wir kamen in dieſer Seeſtadt an, und die Schiffsknechte boten mich auf dem Sklavenmarkte fuͤr eine anſehnliche Summe Geldes zum Verkauf aus. Ein Sklavenhaͤndler befragte mich, was ich alles gelernt habe, um hiernach, wie er ſagte, zu beurtheilen, ob die Waare auch des Kaufprei⸗ ſes werth ſey. Ich war von meiner zarten Ju⸗ gend an in allen jenen weiblichen Arbeiten unter⸗ richtet worden, die von einer Roöͤmerin edler Ab⸗ kunft gefordert werden. Ich nannte dieſe Kuͤnſte; denn ich glaubte mit Recht, ſie koͤnnten dazu bey⸗ tragen, mein hartes Schickſal zu mildern. Der Sklavenhaͤndler hatte, wie ich nachher erfuhr, von einem reichen Handelshauſe Beſtellung, eine Sklavin, die in dieſen Arbeiten vorzuͤglich geſchickt waͤre, ausfindig zu machen. Er ſprach daher: „Wenn alles ſo iſt, wie du ſagſt, ſo biſt du den geforderten Preis werth; ſollte es ſich aber nicht ſo finden, ſo drehe ich dir den Hals um. Willſt du es auf dieſe Gefahr hin wagen?“ Ich blieb auf meiner Ausſage. Er zaͤhlte nun den geldgie⸗ rigen Schiffern das verlangte Geld auf ein Brett hin; ſie aber ſtrichen es hocherfreut ein, und kehr⸗ ten damit auf das Schiff zuruͤck.“

„Der Sklavenhaͤndler brachte mich auf ein kleines Zimmer, begegnete mir nicht ohne Ach⸗ tung, und ließ mir nichts Noͤthiges abgehen. Denn er ſchien mit ſeinem Handet ſehr zufrieden.

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