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letzten Strahlen waren bereits in dem Meere er⸗ loſchen— allein der gefuͤrchtete Schiffsherr kam nicht zum Vorſchein. Indeß bemerkte ich an den Schiffsknechten Unruhe und Beſtuͤrzung. Es ſtan⸗ den bald da, bald dort zwey oder drey mit be⸗ denklichen Mienen beyſammen, redeten heimlich mit einander, zuͤckten die Achſeln, und ſchuͤttel⸗ ten die Koͤpfe. Ich wußte nicht, was dieſes zu bedeuten habe; doch fiel ein Strahl von Hoff⸗ nung in mein Herz. Endlich vernahm ich, der Schiffsherr ſey ploͤtzlich von einem heftigen Fie⸗
ber ergriffen worden, und es ſtehe mit ihm ſehr
ſchlecht. Wirklich ſah er auch die Sonne nicht mehr aufgehen; nach einigen Stunden war er eine
Leiche. Ich betrachtete dieſen ſchnellen Tod als
eine augenſcheinliche Strafe ſeiner ſchlechten Ge⸗ ſinnungen, und dankte Gott fuͤr meine Errettung.“ „Die Schiffsknechte ſchienen uͤber den Verluſt ihres Herrn ſehr beſtuͤrzt, und hoͤchſt aufgebracht uͤber mich. Sie nannten mich die Urheberin ſei⸗ ner Pein und ſeines Todes. Sie traten zuſam⸗ men, hielten Rath, und beſchloſſen, mich in die Sklaverey zu verkaufen.„So, ſagten ſie, koͤn⸗ nen wir den Tod unſers armen Herrn am beſten raͤchen; das erloͤste Geld aber wird das ſicherſte Mittel ſeyn, uns in unſrer großen Betruͤbniß zu troͤſten.“ Sie hielten es indeß nicht fuͤr rathſam, mich in die Seeſtadt hinzubringen, wohin ihr verſtorbener Herr hatte ſegeln wollen, und wo ſie und ihr Herr zu Hauſe waren. Sie fuhren einer andern Seeſtadt zu, wo ſie teine Nachfrage zu 10


