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Eustachius : Eine Geschichte der christlichen Vorzeit / neu erzählt für die Christen unserer Zeit von dem Verfasser der Genovefa
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an, die ſchrecklichen Augenblicke in friſchem An⸗ denken, da jener unmenſchliche Schiffer dich, lieb⸗ ſter Gemahl, und meine geliebteſten Soͤhne an ein oͤdes, unbewohntes Land auszuſetzen befahl, und mich mit roher Gewalt dir aus den Armen riß, und auf dem Schiffe zuruͤck behielt. Nach⸗ dem ich mich aus meiner Ohnmacht erholt hatte, und wieder zu mir ſelbſt gekommen war, warf der gottloſe Mohr, deſſen Abgott das Geld und deſſen Himmel niedere Erdenluſt war, ſich vor mir auf die Knie, bat mir die gegen dich und meine Kinder begangene Gewaltthat ab, und entſchuldigte ſie mit der heftigen Leidenſchaft, die

er zu mir gefaßt habe.“

„Wie magſt du, ſprach er, noch jenem Manne anhaͤngen! Er iſt ja ein Bettler; ich aber bin reich. Ich habe eine Menge Gold, Perlen und Edelſteine; davon ſollſt du dir zu deinem Schmucke auswaͤhlen, ſo viel du nur immer willſt. Ich will dich in Purpur kleiden, und was es an koͤſtlichen Speiſen und Getraͤnken nur immer ge⸗ ben kann, das ſollſt du alles im Ueberfluß ha⸗ ben. Zehn ſchwarze Sklavinnen ſollen dich be⸗ dienen— du aber ſollſt die Koͤnigin meines Her⸗ zens ſeyn. Kannſt du dir nun etwas Herrliche⸗

res denken? Reiche mir alſo deine Hand, und

ſchlage ein!“ Ich wies ſeinen Antrag, wie es ſich verſteht, mit dem groͤßten Abſcheu zuruͤck. Er aber quaͤlte mich zwey Tage lang unausgeſetzt, bald mit Schmeicheleyen, bald mit Drohungen⸗ um mich zu einer unerlaubten Verhindung mit 10 3