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Hauſe mußte ihrem thoͤrichten Eigenſinne zu Ge⸗ bot ſtehen; die Kinder durften bey Gaſtmahlen und Taͤnzen der Erwachſenen zugegen ſeyn, wo ſie Manches ſahen und hoͤrten, das ihnen nicht gut war. Ich zweifle zwar nicht, daß unſre ge⸗ liebten Aeltern mir und meinem Bruder eine beſ⸗ ſere Erziehung gegeben haͤtten. Allein wenn ich jene verzaͤrtelten Kinder anſah, ſo dachte ich gar oft, es waͤre in der That gut, wenn ein ſolches armes Kind reicher Aeltern von einem Loͤwen oder Wolfe ſo unverſehrt wie ich, unter arme Land⸗ leute verſetzt, und da auf dem Lande, der Na⸗ tur gemaͤßer erzogen, und, um an Seele und Leib geſund zu bleiben, an das Bethen und Arbeiten gewoͤhnt wuͤrde.“
„Wie es mir nun weiter ergangen, iſt mei⸗ nem lieben Vater und meinem lieben Bruder be⸗ kannt; jedoch muß ich noch Einiges erwaͤhnen, was unſrer geliebten Mutter noch unbekannt iſt. Als ich unter einer großen Anzahl junger Mann⸗ ſchaft bey dem Kriegsheere angekommen war, kam der Feldherr herbey, uns zu muſtern, und waͤhl⸗ te mich ſogleich zu einem ſeiner Satelliten aus. Ach, wie haͤtte ich damals denken koͤnnen, der Feldherr ſey mein Vater! Ich wußte zwar wohl,
der Feldherr heiße Plazidus. Allein, daß dieß
der Name meines Vaters ſey, wußte ich nicht z ich erinnerte mich aus meiner Kindheit blos, daß unſere Mutter den Vater nur immer lieber Eu⸗ ſtachius nannte. In den taͤglichen kleinen Gefech⸗ ten, die vor der großen, entſcheidenden Schlacht


