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fahren, oder auf der Wieſe maͤhen, und alle, auch die ſchwerſten laͤndlichen Arbeiten, die mir uͤbrigens ſehr leicht von der Hand gingen, verrich⸗ ten. Dieß haͤrtete mich ab, und machte mich ſtark und kraͤftig. Auch fehlte es nicht an Gele⸗ genheit, Muth und Tapferkeit zu uͤben. Wir lebten mit den Thieren der Wildniß, denen unſer Thal gleichſam abgewonnen war, in einem be⸗ ſtaͤndigen Kriege, und da galt es keine geringe Kuͤhnheit und Gewandtheit, die Kuͤhe auf der Weide und oft den Stier am Pfluge gegen ein grimmiges Raubthier zu vertheidigen. So trug meine ganze Erziehung und Lebensweiſe dazu bey, daß mir eine geſunde Seele in einem geſunden Leibe wurde. Ich brachte in jenem Dorfe, das mit ſeinen niedrigen Strohhuͤtten Manchem ſehr
elend und armſelig vorkommen moͤchte, die Jahre
meiner Kindheit und Jugend ſo vergnuͤgt, ſo gluͤcklich zu, als wohl nie ein Juͤngling, der in einem Palaſte erzogen wurde.“
„Ich haͤtte auch nie daran gedacht, meinen ſeligen Aufenthalt in jenem zweyten Paradieſe zu verlaſſen. Allein da kam ploͤtzlich ein Befehl des
Kaiſers, einen der Juͤnglinge als Soldaten in
das Feld zu ſtellen. Denn weil das Vaterland in Gefahr war, und die Noth an den Mann ging, ſo wurde auch an den entfernteſten Graͤn⸗ zen des Reiches, was ſonſt ſelten geſchah, junge Mannſchaft ausgehoben. Alle Bewohner des Dor⸗ fes waren hoͤchſt beſtuͤrzt; denn Krieg und Blut⸗ vergießen war dieſen friedlichen Menſchen ein
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