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Eustachius : Eine Geschichte der christlichen Vorzeit / neu erzählt für die Christen unserer Zeit von dem Verfasser der Genovefa
Entstehung
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fingen aufs neue an ſchmerzlich zu weinen. Der Vater troͤſtete die holden Knaben. Aber indem er ſie, die guten Kinder, die nun keine Mutter mehr hatten, anblickte, brach ihm ſelber das Herz. „Gute Kinder, dachte er, ach wie vieles habt ihr verloren! Gott ſtaͤrke mich, daß ich euch den unerſetzlichen Verluſt der beſten Mutter ſo viel moͤglich erſetze!“ Die Traurigkeit der Kinder war nicht von Dauer; uͤber eine kleine Weile fragten ſie nach dem Fruͤhſtuͤck. Der Vater blickte in der Gegend umher; allein da war nirgends ein Fruchtbaum oder ein Strauch mit Beeren. Er ſtieg auf einen Felſen, um beſſer um ſich ſchauen zu koͤnnen. Allein alles weit und breit war wuͤſt und leer; nirgens eine menſchliche Wohnung, oder auch nur eine Spur von einem angebauten Felde. Indeß glaubte er in ſehr weiter Ferne eine Reihe Baͤume und Gebuͤſche zu ſehen, die ihm den Lauf eines Fluſſes zu bezeichnen, und laͤngs deſſen Ufern hin empor zu wachſen ſchinen.„Dorthin wollen wir wandern, meine geliebten Kinder, ſagte er; dort ſcheint ſich eine fruchtbare Gegend auszubreiten! Dorthin liegt Aegypten; dort werden wir vielleicht eure Mutter wieder finden!“ Er nahm den Weg b jener Gegend zu, und fuͤhrte, da es in dem Sande

nicht gut zu gehen war, an jeder Hand einen der Knaben. Zu einer Seite hatten ſie beſtaͤndig hoch emporragende Felſen, zur andern Seite das Meer. Die Sonne ſtieg immer hoͤher, die Hitze

wurde immer groͤßer. Der Sandboden und ie