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Eustachius : Eine Geschichte der christlichen Vorzeit / neu erzählt für die Christen unserer Zeit von dem Verfasser der Genovefa
Entstehung
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wirſt ſie beſchüͤtzen und bewahren. Ja dieſe Pruͤ⸗ fung wird ihre Tugend erhoͤhen, wie jetzt dieſe finſtere Nacht den Glanz der Sterne. Und ſo weit ſie jetzt von mir und ihren lieben Kindern entfernt iſt, und ſo lange dieſe Trennung auch dauern mag— ein Tag muß doch kommen, der uns hier auf Erden oder dort uͤber den Sternen wieder vereinigt.“

Es wurde nunmehr vollkommen Nacht. Ein heftiger Wind erhob ſich, und von Zeit zu Zeit ſchlugen die brauſenden Meereswogen am Ufer hoch empor. Auf den Felſen umher erſchallte das Gekreiſche naͤchtlicher Raubvoͤgel. Aus der Ferne vernahm Euſtachius das donnernde Gebruͤll der Loͤwen, und nicht weit von ihm waͤlzte ſich eine ungeheuer große Schlange dem Meere zu. Al⸗ lein Euſtachius entſetzte ſich nicht.„Wer Dir vertraut, o Herr, ſprach er, fuͤrchtet ſich nicht vor dem offenen Nachen der Loͤwen, und wan⸗ delt muthig uͤber Schlangen und Nattern. Wie dieſe Kinder hier neben mir, ihrem Vater, ru⸗ hig ſchlafen und von allen Gefahren nichts mer⸗ ken, ſo will ich, wiewohl ich die Gefahr wohl einſehe, im Vertrauen auf Dich ruhig ſeyn!“ Im Vertrauen auf Gott achtete er nicht der Schreckniſſe dieſer Nacht; unter Gottes Schutze ging ſie ihm, wiewohl ſchlaflos, doch ruhig voruͤber.

Endlich brach der Tag an. Die Waͤrme der aufgegangenen Sonne erweckte die Kinder. Sie blickten ihren Vater an, ſchauten um ſich, und ihre erſte Frage war nach ihrer Mutter. Sie