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Eustachius : Eine Geschichte der christlichen Vorzeit / neu erzählt für die Christen unserer Zeit von dem Verfasser der Genovefa
Entstehung
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Fhnftes Kapitel. Die wilden Thiere.

Nachdem das Schiff, auf dem ſich Theopiſta, das Liebſte und Theuerſte befand, was Euſtachius und ſeine Kinder in dieſer Welt hatten, ver⸗ ſchwunden war, ſetzte Euſtachius ſich unter einen uͤberhangenden Felſen, um da zu uͤbernachten. Seine zwey Soͤhnchen lagerten ſich zu ſeinen bey⸗ den Seiten, und ſchlummerten, nachdem ſie ſich ausgeweint hatten, endlich ein. Die Augen des tiefbetruͤbten Vaters aber konnten keinen Schlaf finden. Den Verluſt ſeiner zeitlichen Guͤter hatte er mit Gleichmuth uͤbertragen; er achtete ihrer kaum. Allein der Jammer, daß ſeine Theopiſta, mit der er durch die heiligſten Bande verbunden, mit der er nur Ein Herz und Eine Seele war, ihm entriſſen worden; daß ſie, die liebeuswuͤrdigſte der Frauen, ſich in der Gewalt eines rohen Hei⸗ den ohne Gottesfurcht und menſchliche Sitten be⸗ fand, das zerriß ihm das Herz.

Doch faßte er ſich, blickte zu den Sternen empor, die jetzt nach und nach ſichtbar wurden, und ſein ſtarrer Schmerz thaute zu Thraͤnen auf. „Gott, ſprach er, du liebevoller Vater der Men⸗ ſchen! Alles, was Du thuſt, iſt gut, ſo ſchrecklich es uns auch vorkommen mag. Ohne Dein Wiſſen und gegen Deinen Willen haͤtte mir auch mein liebes Weib, meine Theopiſta, nicht koͤnnen ge⸗ raubt werden. Obwohl ſie in der Gewalt eines Räubers iſt, ſo iſt ſie doch in Deiner Hand. Du