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Eustachius : Eine Geschichte der christlichen Vorzeit / neu erzählt für die Christen unserer Zeit von dem Verfasser der Genovefa
Entstehung
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wohnten Meereskuͤſte zu, wo man nichts erblickte, als kahle Felſen und duͤrren Sandboden. Er ließ das Schiff anlegen.„Das iſt das Land, wohin ihr wollt, ſprach er faͤlſchlich; hier koͤnnet ihr ausſteigen, ſobald ihr mich bezahlt habt.“ Eu⸗ ſtachius ſprach entruͤſtet:„Was ſoll das ſeyn? Das iſt nicht das Land, wohin du uns zu fuͤh⸗ ren verſprachſt.“„Das werde ich wohl beſſer wiſſen, als du, ſagte der Schiffsherr. Bezahle und mache, das du weiter kommeſt!“ Er forderte eine ſo ungeheure Summe, daß ſie das herkoͤmm⸗ liche Fahrgeld wohl zehnmal uͤberſtieg. Euſtachius entſetzte ſich uͤber dieſe abſcheuliche Ungerechtigkeit und geſtand, daß all ſeine Baarſchaft nicht die Haͤlfte von dieſer uͤbertriebenen Forderung betrage. Der Schiffsherr, den dieſes innerlich freute und dem es nur darum zu thun war, Streit anzu⸗ fangen, ſtellte ſich hoͤchſt aufgebracht.„Was! ſchrie er, wie außer ſich vor Wuth, nicht einmal halb ſo viel Geld! Da ſeh' ich mich graͤßlich an⸗ gefuͤhrt. Eurer Kleidung nach hielt ich euch fuͤr Leute vom Stand; nun ſehe ich betrogener Mann zu ſpaͤt, daß ich elendes Bettelvolk in mein Schiff aufgenommen habe. Es war hooͤchſt vermeſſen von euch, ohne hinreichendes Reiſegeld eine ſolche weite Fahrt mitzumachen, und auf fremde Ko⸗ ſten zu leben. Ihr ſollt mich aber um meine Auslagen und meinen wohlverdienten Lohn nicht betruͤgen. Eines von euch muß den Frevel mit ſeiner Freiheit buͤßen; ich erklaͤre hiemit das Weib da fuͤr meine Sklavin. Sie bleibt hier auf dem