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Eustachius : Eine Geschichte der christlichen Vorzeit / neu erzählt für die Christen unserer Zeit von dem Verfasser der Genovefa
Entstehung
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ſen und gruͤnen Baummaſſen an ihnen vorbey zu ſchwimmen ſchien Große Meerfiſche beglei⸗ teten, zur beſonderen Freude der Kinder, lange Strecken weit das Schiff, und dichte Schaaren von Seevoͤgeln flogen mit frohem Geſchrey uͤber das Meer hin. Der Wind wehte bald ſanfter, bald ſtaͤrker, ſchien bald nur mit den gruͤnen Wellen zu ſcherzen, bald regte er ſie maͤchtiger auf, und der Anblick der unzaͤhligen, hochaufſchlagenden Wo⸗ gen gewaͤhrte eine ſchauerliche Luſt. Mancher ſchoͤne Abend mit goldenen und purpurnen Wolken, die ſich im Meer abmahlten, erfuͤllte ſie mit ſanfter Freude. Auch zu Nacht blieben ſie noch lange auf, und betrachteten den Mond und die funkelnden Sterne hoch am Himmel in der wiederſcheinend an dem zweyten Himmel in der ruhigen Fluth. Ihre

Fahrt haͤtte nicht gluͤcklicher ſeyn koͤnnen. Nach wenigen Tagen zeigte ſich Land, und ſie hofften

nun, hier eine Huͤtte und ſo viel Erde zu finden, als zu ihrer Ernaͤhrung, und einſt zu ihrem Grabe noͤthig waͤre.

Allein ein furchtbarer Sturm anderer Art

drohte ihnen. Der Schiffsherr hatte eine uner⸗

laubte Neigung zu der Gemahlin des edlen Eu⸗ ſtachius gefaßt. Ihre Schoͤnheit, ihr adelicher

Anſtand hatte ihn ſogleich im erſten Augenblicke in Erſtaunen geſetzt. Schon damals machte er, ohne ſich jedoch das Geringſte davon merken zu laſſen, den ruchloſen Anſchlag, ſie ihrem Gemahl zu entreißen. Er ſegelte deßhalb nicht dem be⸗

ſtimmten Seehafen, ſondern einer oͤden, unbe⸗