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Eustachius : Eine Geschichte der christlichen Vorzeit / neu erzählt für die Christen unserer Zeit von dem Verfasser der Genovefa
Entstehung
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Die Nachricht verbreitete ſich eben ſo ſchnell in die umliegenden Gebaͤude. Alle Bewohner ka⸗ men herbey, ihre gute Herrſchaft noch einmal zu ſehen. Sie waren alle noch blaß und abgezehrt von der kaum uͤberſtandenen Krankheit, und viele eonnten nur muͤhſam mit Huͤlſe eines Stabes herbeywanken. Alle weinten und ſchluchzten. Eu⸗ ſtachius troͤſtete ſie liebreich. Bleibet nur uner⸗ ſchuͤtterlich feſt im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe, ſagte er unter anderm, ſo werden wir, wo nicht auf Erden, doch in dem Himmel uns gewiß wieder ſehen.“ Als nun der Mond aufgegangen war und die veroͤdeten Felder beſchien, ſprach Euſtachius zu V ſeiner Gemahlin:„So laß uns denn unſre Reiſe im Namen des Herrn antreten!“ Alle Umſtehen⸗

den fingen an laut zu jammern. Er und ſeine Gemahlin boten noch einem jeden die Hand; auch die zwey Knaben reichten nach dem Bey⸗ ſpiele ihrer Aeltern allen und jeden die kleinen Haͤnde. Die guten Leute weinten noch mehr, begleiteten ihre gute Herrſchaft vor die Pforte des Landhauſes und wollten eine Strecke weit mitgehen. Euſtachius⸗ beynah ſprachlos vor Weh⸗ I muth, winkte ihnen zu bleiben. Sie gehorchten I und ſchauten ihrem geliebten Herrn, der from⸗ men Frau und den holden. Knaben mit heißen Thraͤnen nach.

aAach es war ein ſchmerzlicher Anblick, die edle Familie ſo fortwandern zu ſehen! Ihre Kleti⸗ dung zeigte von ihrem bisherigen Rang und Wohl⸗