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Eustachius : Eine Geschichte der christlichen Vorzeit / neu erzählt für die Christen unserer Zeit von dem Verfasser der Genovefa
Entstehung
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Die zwey ehrlichen Krieger, Akazius und An⸗ tiochus, vernahmen dieſen Entſchluß mit Schre⸗ cken.„Gott im Himmel! rief Akazius, ſo ohne alle Bedienung wolltet ihr fortreiſen in ein frem⸗ des Land? Noch ſind wir zu ſchwach, nur eine halbe Meile weit zu gehen; o bleibt doch noch ſo lange, bis wir uns von unſerer Krankheit er⸗ holt haben! Dann wollen wir mit euch ziehen, und waͤre es auch bis ans Ende der Welt.“„Ach Gott! ſagte Antiochus, iſt es nicht ſchon hart ge⸗ nug, daß ihr euer ſchoͤnes Landgut gleichſam als landfluͤchtig verlaſſen muͤſſet? Wollet ihr auch noch eure treueſte Freunde zuruͤcklaſſen? O verweilet doch, bis wir wieder hergeſtellt ſind. Dann wol⸗ len wir euch alle Beſchwerlichkeiten der Reiſe erleichtern; Tag und Nacht wollen wir, wenn es noͤthig ſeyn ſollte, in jenem freinden Lande fuͤr euch arbeiten, um euch den noͤthigen Lebensun⸗ terhalt zu verſchaffen.““

Euſtachius ſprach geruͤhrt:„Ihr guten Maͤn⸗ ner! Ich erkenne eure Liebe und Treue mit Dank. Allein ihr duͤrfet mich nicht begleiten. Ich zwar kann hinziehen, wohin ich immer will, denn ich bin meiner Dienſte entlaſſen; ihr aber ſeyd dem Kaiſer noch kriegspflichtig, ihr muͤſſet in eurem angewieſenen Bezirke bleiben und jede Stunde ſeiner Befehle gewaͤrtig ſeyn. Lebet alſo wohl und der Herr ſey mit euch.“

Die beyden Krieger ſagten es ſogleich den uͤbrigen Hausgenoſſen, ihr lieber Herr wolle mit Frau und Kindern heute Abends noch fortziehen⸗

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