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Eustachius : Eine Geschichte der christlichen Vorzeit / neu erzählt für die Christen unserer Zeit von dem Verfasser der Genovefa
Entstehung
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Guͤter; ſie entbehren koͤnnen iſt ruͤhmlicher, als ſie zu beſitzen. Wohl dem, der nach Schaͤtzen trachtet, die ihm kein Dieb rauben kann!“ Euſtachius und ſeine Gemahlin fuͤhlten indeß das Traurige ihrer Lage immer mehr. Die Zeit nahte heran, wo man die Felder wieder haͤtte beſtellen ſollen. Allein da war kein Pflug und keine Hand, die ihn haͤtte fuͤhren koͤnnen, kein Samengetreide und kein Zugvieh. Euſtachius be⸗ ſchloß in dieſer Noth ſich an einen oder den an⸗ dern der benachbarten vornehmen Roͤmer zu wen⸗ den, deren Landguͤter von den verheerenden Seu⸗ chen nicht ſo hart mitgenommen worden, und die keine Pluͤnderung erlitten hatten. Dieſe reichen, adelichen Roͤmer waren fruͤherhin ſeine guten Freunde geweſen, und hatten ihn oͤfter beſucht und auf die Jagd begleitet; allein ſobald ſie ver⸗ nommen, er ſey ein Chriſt geworden, hatten ſie allen Umgang mit ihm aufgegeben. Dem men⸗ ſchenfreundlichen Euſtachius that dieſes nun wohl ſehr leid, und er haͤtte gewuͤnſcht, daß ſie alle des naͤmlichen Heiles, wie er, theilhaftig werden moͤchten; allein da ſie dieſes nun einmal nicht wollten, ſo leiſtete er auf ihre Geſellſchaft willig Verzicht, indem er nun manchem langweiligen Zeitvertreibe und leerem Geſpraͤche entging, und die edle Zeit beſſer anwenden konnte. Weil er indeſſen einigen derſelben waͤhrend ſeines Wohl⸗ ſtandes große Gefaͤlligkeiten erwieſen hatte, ſo

hoffte er, ſie wuͤrden ihm mit dem Noͤthigſten

gern auf ſo lange aushelfen, bis er im Stande