denvolk in der umliegenden Gegend, das durch den allgemeinen Jammer anſtatt beſſer, nur noch ſchlimmer wurde, rottete ſich zuſammen, und machte den Anſchlag, das Landgut des Euſtachius zu uͤber⸗ fallen und auszupluͤndern. Dieſe raubgierigen Menſchen ſuchten ihrer Raubgier noch den Anſtrich von Religionseifer zu geben. Sie fluchten uͤber Euſtachius und ſagten:„Er allein iſt die einzige Urſache an allem Ungluͤcke, das uns betroffen hat⸗ Die erzuͤrnten Goͤtter ließen ſolche Plagen, Seu⸗ chen und Peſt, uͤber uns kommen, ſeine Abtruͤn⸗ nigkeit zu beſtrafen. Waͤre er kein Chriſt gewor⸗ den, ſo waͤren wir alle davon verſchont geblieben. Auf und laßt uns Rache an ihm nehmen! Seine tapfern Krieger, die er immer um ſich hatte, und ſeine vielen Sklaven ſind entweder entflohen, oder todt, oder von der Krankheit noch zu ent⸗ kraͤftet, uns Widerſtand zu leiſten. Er hat uner⸗ meßliche Schaͤtze; wir werden eine reiche Beute machen.“ Sie kamen am hellen Tage in großen, wuͤthenden Haufen, uͤberfielen ſein Landgut, raub⸗ ten Gold, Silber, ſchoͤne Kleider, und alle Ar⸗ ten von Lebensmitteln, luden alles auf die mitge⸗ brachten Wagen, und was ſie von Wein und Ge⸗ treide, von Hauseinrichtung und Ackergeraͤthen nicht mitnehmen konnten, das verderbten, zerſtoͤr⸗ ten und zerſchlugen ſie. Unter wildem Geſchrey und lautem Jauchzen zogen ſie ab. Euſtachius behielt beynah nichts uͤbrig, als das Leben. Al⸗ lein er ertrug dieſen Verluſt mit Gelaſſenheit. „Sey es, ſprach er, es ſind ja nur vergaͤngliche
Druckschrift
Eustachius : Eine Geschichte der christlichen Vorzeit / neu erzählt für die Christen unserer Zeit von dem Verfasser der Genovefa
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten


