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Eustachius : Eine Geschichte der christlichen Vorzeit / neu erzählt für die Christen unserer Zeit von dem Verfasser der Genovefa
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lein er mußte wieder herab in das Thal des Jammers, wo bittere Leiden ſeiner warteten. So blieben die Tage der Pruͤfung auch fuͤr Eu⸗ ſtachius und Theopiſta nicht aus. Ihre Leiden fingen mit zeitlichem Verluſte an. In der Ge⸗ gend umher wuͤthete eine Viehſeuche, die auch unter den Heerden des Euſtachius bald große Verheerungen anrichtete. Pferde, Rinder und Schafe fielen in Menge und zuletzt blieb ihm nicht ein einziges Stuͤck uͤbrig. Allein Euſtachius ſprach, wie einſt Job:Der Herr hats gegeben, der Herr hats genommen, gelobt ſey der Name des Herrn! Theopiſta ſagte:Es iſt ja nur ein zeitlicher Verluſt! Die geringſte Suͤnde iſt ein groͤßeres Uebel, als der Verluſt der zahlreich⸗ ſten Heerden, ja aller irdiſchen Guͤter.

Allein bald kamen noch groͤßere Leiden und Truͤbſale uͤber ſie. Eine anſteckende Krankheit riß unter den Menſchen ein; auch in dem Landhau⸗ ſe des Euſtachius und in den dazu gehoͤrigen Haͤuſern wurden an Einem Tage mehrere ſeiner Hausgenoſſen und Dienſtleute krank. Akazius und Antiochus kamen eilig und erſchrocken in das Zimmer.Flieh, geliebter Herr, rief Akazius, flieh augenblicklich mit Frau und Kindern. Es iſt die Peſt!Die Peſt! rief Theopiſta erblei⸗ chend; o Gott! ſo erbarme Du Dich unſer! Ach, mein Gemahl, was ſollen wir thun? Sol⸗ len wir gehen oder bleiben?%Wenn ihr bleibt, ſprach Antiochus, ſeyd ihr alle des Todes. Er⸗ barmt euch wenigſtens eurer Kinder und flieht!