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Eustachius : Eine Geschichte der christlichen Vorzeit / neu erzählt für die Christen unserer Zeit von dem Verfasser der Genovefa
Entstehung
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ren gleichſam in ein neues Leben verſetzt; ſie fuͤhlten ſich wie neugeboren. Die ganze Schoͤ⸗ pfung umher ſchien ihnen verſchoͤnert; denn Alles, was ſie erblickten, die Sonne und der Thau⸗ tropfen, jede Baumfrucht und jede Blume, war ja Gabe eines liebenden Vaters. Sie freuten ſich, mit Gott durch Jeſus ausgeſoͤhnt zu ſeyn, und Gott mit kindlichem Herzen Vater nennen zu koͤnnen. Sie achteten ſich jenen Menſchen aͤhn⸗ lich, die heimathlos lange umher geirrt und nun⸗ mehr ein Vaterland gefunden. Sie laſen taͤglich in dem Evangelium. Die Weisheit und Liebe Jeſu, jedes ſeiner Worte, jede ſeiner Thaten, erfuͤllte ſie mit Entzuͤcken. Sie konnten nicht aufhoͤren, Gott zu danken; jeder Morgen begann mit Freude, jeder Abend ſchloß ſich mit Dank und Seligkeit in Gott. Sie ſagten es ſich oft: Der Menſch ohne Erkenntniß Gottes, ohne Liebe und Andacht zu Gott gleicht dem Fiſche auf dem Trocknen; Erkenntniß und Liebe Gottes iſt das Element, in dem der Menſch erſt wahrhaft lebt. Alle Vergnuͤgungen, die uns der Reichthum ver⸗ ſchaffen kann, und die nur zu oft gereuen, ſind nichts, gar nichts gegen die Seligkeit in Gott. Die Erkenntniß Gottes und ſeines Sohnes Je⸗ ſus Chriſtus iſt die Quelle aller wahren Selig⸗ keit und wird von Jeſus Chriſtus nicht umſonſt das ewige Leben genannt.

Indeß blieb es nicht immer ſo; es ging ihnen wie dem entzuͤckten Petrus auf dem Berge der

Verklaͤrung. Dort war es wohl gut wohnen; al⸗

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