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Eustachius : Eine Geschichte der christlichen Vorzeit / neu erzählt für die Christen unserer Zeit von dem Verfasser der Genovefa
Entstehung
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chen vermehrt worden, die zur Erkenntniß der Wahrheit gekommen und dem Verderben entriſſen worden. Mit tiefer Anbethung und freudiger Ruͤhrung wurde das heilige Abendmahl gefeyert. Alle gelobten, indem ſie ſich ſo mit ihrem goͤtt⸗ lichen Erloͤſer auf das innigſte vereinigten, heilig an, Dem zu leben, der fuͤr ſie geſtorben war. Heilige, ehrfurchtsvolle Stille herrſchte in dem Saale, bis endlich die heilige Handlung mit lautem Gebethe und einem Lobgeſange beſchloſſen wurde.

Da Euſtachius den Tag darauf wieder auf ſein Landgut abreiſen mußte, ſo ſprach der Bi⸗ ſchof noch:Wir leben in den Zeiten der Ver⸗ folgung; wir ſind keine Stunde ſicher, ergriffen, enthauptet, den wilden Thieren vorgeworfen oder verbrannt zu werden. Wir koͤnnen es nicht wiſ⸗ ſen, ob wir uns in dieſer Welt noch einmal von Angeſicht ſehen werden. Und ſo empfehle ich euch denn, wie einſt Paulus die Aelteſten und die Ge⸗ meinde von Epheſus, Gott und ſeiner Gnade! Der Biſchof kniete hierauf innigſt geruͤhrt nieder, und die ganze Verſammlung in Thraͤnen aus⸗ brechend mit ihm.O Gott, bethete er, erbar⸗ me Dich unſer und verleihe, daß alle hier Ver⸗ ſammelte mit Dir und mit Dem, den Du ge⸗ ſandt haſt, und auch unter einander Eines blei⸗ ben moͤgen; daß alle im Glauben und in der Liebe ſtandhaft verharren und ſich durch keine Verfolgung von dem guten Wege abwendig ma⸗ chen laſſen; daß keines von allen verloren gehe⸗ ſondern daß wir alle nach den kurzen Leiden und