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Eustachius : Eine Geschichte der christlichen Vorzeit / neu erzählt für die Christen unserer Zeit von dem Verfasser der Genovefa
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Freundlichkeit aber mit Liebe und dem herzlich⸗ ſten Zutrauen.

Euſtachius oͤffnete ihm nun ſein ganzes Herz. Er erzaͤhlte ihm von ſeinen Zweifeln, ſeinen Feh⸗ lern, ſeiner innern Unruhe und wie Chriſtus der Herr ihn, nebſt ſeiner Gemahlin und ſeinen Kindern, an den Biſchof gewieſen habe.Ach, ſagte er am Ende ſeiner Erzaͤhlung, du ſiehſt nun, wie Irrthum, Suͤnde und Elend bisher mein Erbtheil waren; ſag nun an, wie mir koͤn⸗ ne geholfen werden!

Der Biſchof ſprach:Irrthum, Suͤnde und Elend ſind das Erbtheil aller Sterblichen. Je⸗ der Menſch, der in ſich geht und ſich ſelbſt naͤ⸗ her kennen lernt, fuͤhlt einen Mangel, ein Ge⸗ brechen in ſich, dem er ſelbſt nicht abhelfen kann. Er ahndet es, daß mit dem Menſchen etwas vor⸗ gegangen ſeyn muͤſſe, das ſein Inneres verfin⸗ ſterte und zerruͤttete, ihn von Sott entfernte⸗ und der Unwiſſenheit, der Suͤnde und dem Elende preis gab. Eben dieſes iſt nun das Erbgebrechen der menſchlichen Natur. Jeder Menſch, der zur Beſinnung gekommen, fuͤhlt, daß es ſo ſey, und gelangt bald zu der Ueberzeugung, daß dasjenige, was ihm fehle und abgehe, nur anderswoher koͤnne erſetzt und ergaͤnzt werden.

Dieſem Erbgebrechen der Menſchen abzuhel⸗ fen, iſt nun der Sohn Gottes in die Welt ge⸗ kommen. Er iſt das Licht, das unſere Finſterniß erleuchtet, und uns ſichere Erkenntniß verſchafft⸗ nach der wir duͤrſten. Er iſt das Heil, und

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