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laͤngſt bekannt waren. Sie ſagten ihm ihren Auftrag. Der Biſchof freute ſich ſehr, lobte Gott und Jeſus Chriſtus, und ſprach dann:„Wir Chri⸗ ſten werden in dieſer Stadt ſehr verfolgt. Leicht koͤnnte ich euch, eurem Herrn, ſeiner Gemahlin und ſeinen Kindern Tod und Verderben zuziehen. Bey aller Einfalt der Tauben muͤſſen wir nach dem Ausſpruche unſers Herrn klug ſeyn, wie die Schlangen. Heute Abends, ſobald es dunkel geworden, werde ich mich in dem Hauſe eures Herrn einfinden.“
Die beyden Krieger brachten dieſe Nachricht ihrem Feldherrn. Er ward von der Wilfaͤhrig⸗ keit des frommen Biſchofs ſehr geruͤhrt. Sobald die Sonne untergegangen und die Nacht angebrochen war, verſammelte er alle die Seinigen in dem
großen Saale des Hauſes, den er mit vielen
Lichtern erleuchten ließ. Der Biſchof kam mit zwey Diakonen. Euſtachius eilte ihm entgegen und fiel ihm zu Fuͤßen. Allein der Biſchof hob ihn auf und ſprach, wie einſt Petrus zu Korne⸗ lius:„Steh auf, ich bin auch nur ein Menſch, wie du!“ Der Biſchof trat in den Saal. Aller Augen waren auf ihn gerichtet. Er war ein ehr⸗ wuͤrdiger Greis, Namens Johannes, voll Weis⸗
heit, Liebe und„Demuth. Er war noch ein Juͤn⸗
ger der Apoſtel, ja vielleicht gar ein Juͤnger Des⸗ jenigen unter den Apoſteln, deſſen Namen er trug,
und den der Herr vorzuͤglich lieb hatte. Der
Anblick des ehrwuͤrdigen ſchoͤnen Greiſes erfuͤllte alle im Saale mit Ehrfurcht; ſeine Milde und


