wohin ſollte ich mich wenden?„Ach, rief ich, wer giebt mir Licht in dieſem Dunkel; wer fuͤhrt mich zur Wahrheit, in der allein Heil iſt!“ Un⸗ ter dieſen Gedanken ſchlief ich ein. Da ſah ich im Traume einen Unbekannten voll goͤttlicher Hoheit und himmliſcher Anmuth aus einer lich⸗ ten Wolke hervortreten, der freundlich zu mir ſagte:„Du, dein Mann und deine Kinder wer⸗ den morgen zu Mir kommen und inne werden: Ich ſey es, der diejenigen, die Mich lieben, zum Heile fuͤhrt.“ So ſprach er— und ich erwachte. Was haͤltſt du nun von dieſem Traume, liebſter Gemahl?“
Euſtachius rief hocherfreut:„Der Gott der Chriſten, der einzig wahre Gott, der Himmel und Erde erſchaffen hat, ſey geprieſen, daß Er ſich auch dir nicht unbezeugt ließ! Der Unbe⸗ kannte, den du im Traume erblickteſt, iſt kein Anderer, als Chriſtus der Herr. Er hat ſich auch meiner erbarmt und ſich auch mir geoffen⸗ bart.“ Euſtachius erzaͤhlte ihr die Erſcheinung, die er im Walde gehabt hatte, und waͤhrend er redete, war es ihr nicht anders, als glaͤnzte auf ſeinem Angeſicht noch ein Widerſchein von jenem himmliſchen Lichte, das jenes glaͤnzende Kreuz umgeben hatte.
Trajana hing an ſeinen Blicken, und hoͤrte ihm mit frommer Andacht und gefaltenen Haͤnden zu.„O wie ſchoͤn, ſagte ſie, treffen die himm⸗ liſche Erſcheinung, die du ſaheſt, und der Traum, den ich hatte, zuſammen! Sie beſeaͤtigen ſich ſo


