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Eustachius : Eine Geschichte der christlichen Vorzeit / neu erzählt für die Christen unserer Zeit von dem Verfasser der Genovefa
Entstehung
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und ihn nicht erblickten, waren ſie ſehr beſorgt, ob ihm nicht etwa ein Unfall begegnet ſey. Sie begruͤßten ihn daher, als ſie ihn kommen ſahen, mit freudigem Zuruf, und begleiteten ihn froh⸗ lockend nach Hauſe.

Als er in ſeine Wohnung trat, kam ihm ſeine Gemahlin Trajana voll Freuden entgegen. Ihr Angeſicht war wie verklaͤrt.Komm doch einen Augenblick mit mir, ſagte ſie; ich habe dir etwas zu ſagen. Sie fuͤhrte ihn in das naͤchſte Zimmer. Was iſt dir? ſprach er. Dir ſcheint etwas Außer⸗ ordentliches begegnet zu ſeyn. Du biſt ſo geruͤhrt und erfreut, als haͤtteſt du mir etwas beſonders Erfreuliches und Wichtiges zu verkuͤnden.

So iſt es auch, mein Herr und Gemahl! ſagte ſie. Es ſcheint zwar, auch dir ſey ein groͤ⸗ ßeres Gluͤck begegnet, als das Weidwerk dir ge⸗ waͤhren konnte. Allein hoͤre zuerſt mich an; das Herz iſt mir zu voll, als daß ich nur einen Au⸗ genblick zoͤgern koͤnnte, dir meine Freude zu ver⸗ kuͤnden. Denn ſieh, in der verfloſſenen Nacht lag ich ſchlaflos auf meinem Lager und dachte den Reden nach, die du eine Zeit her oͤfter mit mir gefuͤhrt haſt. Die Vorſtellungen, die ſich unſer Volk von dem hoͤchſten Weſen macht, beleidigten ſchon lange her mein ſittliches Gefuͤhl und ſchie⸗ nen mir eitel und thoͤricht; allein ich fuͤrchtete mich doch, den Glauben, in dem ich aufgewach⸗ ſen bin, ſogleich aufzugeben und den Altaͤren zu entſagen, an denen noch immer unſer Kaiſer und die angeſehenſten Maͤnner opfern. Und dann