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Eustachius : Eine Geschichte der christlichen Vorzeit / neu erzählt für die Christen unserer Zeit von dem Verfasser der Genovefa
Entstehung
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Seligkeit allein leer ausgehen? Ach gieb mir zu erkennen, wohin ich mich wenden ſoll, da ich der Thorheiten des Heidenthumes uͤberdruͤßig bin, und mir der Glaube an einen Helfer, den unſere Krie⸗ ger huͤlflos am Kreuze ſterben ſahen, das Wider⸗ ſinnigſte von der Welt ſcheint!

Indem er dieſe Worte ſagte, hoͤrte er in. den Geſtraͤuchen auf dem nahen Felſen ein Geraͤuſch. Er ſah auf und erblickte oben auf dem Felſen den großen Hirſch, den er ſo lange vergebens verfolgt hatte. Er ſtand auf und wollte ſchon nach Pfeil und Bogen greifen da erſchien ihm ploͤtzlich in Mitte uͤber dem ausgebreiteten Geweihe des Hirſches ein helles glaͤnzendes Kreuz, das von Strahlen umgeben war und rings umher das tiefe Dunkel des Waldes gleich einer Sonne erleuchtete. Zu gleicher Zeit hoͤrte er eine Stimme vom Him⸗ mel, die ihn mit unausſprechlicher Anmuth und Lieblichkeit bey dem Namen nannte, den er bis⸗ her gefuͤhrt hatte, und ihm zurief:Plazidus, Plazidus! Er fiel auf die Knie und rief er⸗ ſchrocken:Herr, wer biſt Du? Die Stimme antwortete:Ich bin Chriſtus, der am Kreuze geſtorben iſt, dich und alle Menſchen ſelig zu machen. Euſtachius ſprach:Ach Herr, was willſi Du, daß ich thun ſoll, damit ich ſelig werde? Die Stimme ſprach:Geh hin in die naͤchſte Stadt zu dem Biſchofe der Chriſten; dort wirſt du inne werden, was du thun ſolleſt.

Die Erſcheinung verſchwand hierauf gleich ei⸗ nem leuchtenden Blitz in der Finſterniß, und Eu⸗