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Eustachius : Eine Geschichte der christlichen Vorzeit / neu erzählt für die Christen unserer Zeit von dem Verfasser der Genovefa
Entstehung
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mel ſtrahlte nur ſparſam zwiſchen hohen, blaͤtter⸗ reichen Pappelbaͤumen und den dichten, ſchwarz⸗ gruͤnen Fichten hindurch; von der nahen Felſen⸗ wand, aus der mehrere Lorbeerbaͤume emporſproß⸗ ten, fiel ein klarer Bach mit ſanftem Geraͤuſche von Stufe zu Stufe, und arbeitete ſich ſchaͤu⸗ mend zwiſchen bemoosten Steinen hindurch. Nur einzelne Sonnenſtrahlen drangen in das gruͤne Dunkel und beleuchteten mit kraͤftigem Lichte hier einige purpurne Waldblumen, da die graue mit gruͤnem Moos bewachſene Rinde eines Baumes, dort den zarten Silberſchaum des Waſſerfalls. Euſtachius ſetzte ſich auf ein herabgeſtuͤrztes Felſen⸗ ſtuͤck, ſtuͤtzte den Kopf auf die Hand und ſann aufs neue den Gedanken nach, mit denen er ſich ſchon laͤngere Zeit her ſo ernſtlich beſchaͤftigt hatte.

Es iſt unwiderſprechlich, ſagte er bey ſich ſelbſt, ein weiſer Schoͤpfer hat dieſe Welt her⸗ vorgebracht. Seine unermeßliche Macht und Herr⸗ lichkeit, die uns unſichtbar iſt, zeigt ſich augen⸗ ſcheinlich in allen ſichtbaren Geſchoͤpfen. Die leuchtende Sonne am Himmel und die Blume hier zu meinen Fuͤßen, der ſtarre Fels dort und die bewegliche Waſſerwelle, die von ihm herab⸗ ſtuͤrzt, der ungeheure Fichtenbaum da und jedes Moosfaͤſerchen an ſeinem Stamme ſind lauter Zeu⸗ gen ſeiner Weisheit, Guͤte und Macht; die un⸗ zaͤhligen Blaͤtter der Baͤume ſind eben ſo viele Zun⸗ gen, die uns davon erzaͤhlen. Jedes Geſchoͤpf iſt in ſeiner Art vollendet, und verherrlichet ſeinen Schoͤpfer.