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wurde nicht mehr geopfert, und die Opferthiere
fanden keine Kaͤufer mehr. Selbſt am Hofe des
Kaiſers und unter dem Kriegsheere waren viele
dem chriſtlichen Glauben ergeben.
Eunſtachius ſah die Thorheit des heidniſchen Goͤtzendienſtes immer mehr ein. Er verabſcheute die Grauſamkeit, mit der man die Chriſten ver⸗ folgte; er hatte manche Chriſten in Schutz ge⸗ nommen und ihnen durch ſein Anſehen das Leben gerettet; er wußte, daß ſelbſt unter ſeinen Unter⸗ gebenen ſich Chriſten befanden, und erwies ſich gegen ſie ſehr guͤtig. Allein er ſelbſt war zur Zeit noch kein Chriſt. Er kannte das Chriſten⸗ thum noch zu wenig, um es nach Verdienſt zu ſchaͤtzen und lieb zu gewinnen.
Eines Tages nun hatte er, von vielen Jagd⸗ liebhabern und einem zahlreichen Gefolge beglei⸗ tet, ſich wieder auf die Jagd begeben. Die Jagd⸗ geſellſchaft zerſtreute ſich in kleinere Schaaren durch das Gebirg. Eine Menge Wild wurde er⸗
legt. Gegen Abend jagte Euſtachius noch einen
ungemein großen Hirſch auf, verfolgte ihn ſehr eifrig zu Pferd, und entfernte ſich weit von ſei⸗ nen Gefaͤhrten. Allein herabhaͤngende Baum⸗ zweige und vorgeſtreckte Baumwurzeln machten ihm das Nachſetzen bald ſehr beſchwerlich, und eine hoch emporragende Felſenwand machte es ihm zuletzt gar unmoͤglich. Ermuͤdet ſtieg er, ab, und band ſein Pferd an einen Baum. Der Ort ſchien ihm ganz beſonders angenehm und ſehr geſchickt zum Rachdenken. Der tiefe blaue Him⸗


