weil er Andere damit begluͤcken konnte, und er rechnete es ſich zur Ehre, mit eben der Hand, die das Schwert ſo ruͤhmlich gefuͤhrt hatte, nun Wohlthaten unter die Duͤrftigen auszutheilen. Als einſt bei dem Feſte des wiederkehrenden Fruͤh⸗ lings einige dankbare Landleute, die er aus großer
Noth errettet hatte, bis zu Thraͤnen geruͤhrt,
ihm und ſeiner Gemahlin einen Blumenkranz darbrachten, ſprach er zu ſeiner Gemahlin:„Der blutbeſpritzte Lorbeerkranz mag immerhin fuͤr ruhm⸗ voller gehalten werden; allein ein ſolcher Blumen⸗ kranz duͤnkt mich doch lieblicher und erfreulicher; denn ſieh— er glaͤnzt nur von Thraͤnen des Dankes!“
Die weit ausgedehnten Beſitzungen des edlen Feldherrn waren zwiſchen den alten Staͤdten
Tibur und Praͤneſte gelegen, und von einer Seite mit einem waldigen Gebirge begraͤnzt, in dem ſich eine Menge Gewild aufhielt. Euſtachius fand Vergnuͤgen daran, hier zu jagen, indem er die Jagd mit ihren Gefahren und Beſchwerden als eine Art von Krieg anſah, die ihn in Uebung erhielt, damit er, wenn er wieder zu Felde zie⸗ hen muͤßte, zum Kriege nicht untauglich ſeyn moͤchte. Seit einiger Zeit ſchien er dieſem Ver⸗ gnuͤgen mehr nachzuhaͤngen, als ſonſt. Er brachte manchmal zwey bis drey Tage in den waldigen Bergen zu, und uͤbernachtete ſogar dort unter dich⸗
ten Baͤumen oder in einer Felſenhoͤhle. Allein ihm war es gerade jetzt am wenigſten um das
Vergnuͤgen der Jagd zu thun. Ihn beſchaͤftigten
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